Bundestag: Was folgt auf die Vorwürfe bei Jugend und Parlament?
Beim Politik Planspiel „Jugend und Parlament“ im Bundestag sind in diesem Jahr Vorwürfe wegen Beleidigungen, rassistischer Gesten und auch Gewalt laut geworden. Mehr als 270 junge Menschen aus ganz Deutschland hatten vom 6. bis 9. Juni im Bundestag ausgedachte Fraktionen gebildet, in Ausschüssen beraten und Gesetze beschlossen.
Teilnehmende, die von der AfD eingeladen worden waren, beklagten Ausgrenzung und Unterdrückung von Meinungen. Andere Beteiligte widersprachen und sagten, alle seien einbezogen worden. In einem offenen Brief warfen mehr als 50 Teilnehmende außerdem rassistische Äußerungen und rechtsextreme Symbole vor. Ein Teilnehmer wurde nach Angaben eines Bundestagssprechers ausgeschlossen, nachdem er ein White Power Zeichen gezeigt haben soll. Der Betroffene bestreitet das.
Der Bundestag sammelt die Vorwürfe nun im Ältestenrat und prüft sie. Bis September soll die Bundestagsverwaltung einen Bericht vorlegen, auf dessen Grundlage über die Zukunft des Planspiels entschieden werden kann.
