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Serbiens Präsident Vucic will zurücktreten

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat bei einer Großkundgebung in Belgrad angekündigt, in wenigen Wochen zurückzutreten. Zugleich bot er der Führung seiner Regierungspartei SNS Unterstützung bei den nächsten Wahlen an. Seine Wahlliste soll den Namen Geeintes Serbien tragen.

Beobachter rechnen damit, dass Vucic mit vorgezogenen Parlamentswahlen den Wechsel ins Amt des Ministerpräsidenten anstrebt. Seine zweite Amtszeit als Präsident endet regulär Ende Mai nächsten Jahres, ein drittes Mal kann er nicht antreten. Als Präsident hat er vor allem protokollarische Befugnisse, faktisch gilt er jedoch seit 2012 als dominierende politische Figur in Serbien.

Unter Druck steht Vucic seit dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen starben. Seitdem fordert eine breite Protestbewegung vorgezogene Neuwahlen. Vucic wirft den Demonstranten vor, das Land zu zerstören und mit ausländischen Mächten zusammenzuarbeiten. Meinungsumfragen sehen Chancen für eine von Studierenden unterstützte Liste bei der nächsten Wahl.

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