Kampf um Deutungshoheit: Israels Einsatz an der achten Front
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Kampf um Deutungshoheit: Israels Einsatz an der achten Front

Israels Regierung investiert deutlich mehr Geld in die Verbreitung ihrer Botschaften im In und Ausland. Im Sommer 2025 ließ die Armee Influencer in den Gazastreifen bringen, während internationale Journalistinnen und Journalisten weiterhin keinen unabhängigen Zugang hatten. Die Beiträge sollten den Eindruck vermitteln, es gebe keinen Hunger in Gaza und die Vereinten Nationen seien verantwortlich für die Lage.

Zugleich stand Israel wegen einer mehr als elf Wochen langen Blockade von Lebensmitteln für den Gazastreifen in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen sprachen von Hunger als Kriegswaffe, die internationale Initiative IPC stellte Mitte August 2025 im Norden des Gebiets erstmals eine Hungersnot fest. Auch offizielle israelische Videos zum Thema erreichten Millionen Aufrufe, wurden aber als mindestens irreführend bewertet.

Nach einer Recherche des Bayerischen Rundfunks flossen von Mitte Juni bis Ende Dezember 2025 fast 40 Millionen Euro in Google und Youtube Anzeigen sowie mehr als vier Millionen Euro an X und Outbrain. Für dieses Jahr sind im Haushalt umgerechnet fast 630 Millionen Euro für Public Diplomacy vorgesehen, fast fünfmal so viel wie 2025.

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