|

Benzinkrise in Russland: Gerät Putin unter Druck?

Die ukrainischen Angriffe auf russische Energieanlagen und Nachschubwege haben in Russland zu einem spürbaren Treibstoffmangel geführt. Im Juni wurden Raffinerien unter anderem in Moskau, Nischnekamsk, Tjumen und Wolgograd getroffen, im Mai kamen Attacken auf insgesamt 16 Raffinerien hinzu. Reuters zufolge sank die Benzinproduktion dadurch um 25 Prozent. Derzeit werden in Russland nur 85.000 Tonnen Benzin pro Tag produziert, der Verbrauch liegt im Sommer bei 110.000 Tonnen.

Präsident Wladimir Putin räumte erstmals öffentlich einen gewissen Treibstoffmangel ein und sprach von Schäden, die aber rasch repariert würden. Nach Einschätzung von Experten hat er damit offen eingeräumt, dass das Problem existiert, und zugleich die ukrainischen Drohnenangriffe als Ursache genannt. Laut Schätzungen sind in 40 Regionen Russlands bereits Beschränkungen für den Treibstoffverkauf in Kraft, nach anderen Angaben sind 78 Regionen betroffen.

Parallel versucht die Ukraine, auch die Versorgung der russischen Armee nahe der Front zu stören. Berichte deuten darauf hin, dass Nachschublieferungen ins Stocken geraten. Auf der Krim gilt seit dem 26. Juni Ausnahmezustand, nachdem Angriffe dort Treibstoff und Lebensmittel verknappt haben.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert