Benzinkrise in Russland: Ukraine setzt Putin unter Druck
Die Ukraine greift seit Monaten Energieanlagen in russischen Regionen und auf der annektierten Krim an. Dabei wurden im Juni Raffinerien in Moskau, Nischnekamsk, Tjumen und Wolgograd атакiert, im Mai traf es insgesamt 16 Raffinerien. Nach Angaben von Reuters sank die Benzinproduktion dadurch um 25 Prozent. Experten von Energy Intelligence sehen Russland in diesem Sommer auf die womöglich schwerste Treibstoffkrise seiner Geschichte zusteuern.
Wladimir Putin räumte am 28. Juni erstmals öffentlich einen gewissen Treibstoffmangel ein. Er sprach von Schäden, betonte aber, die betroffenen Anlagen würden schnell repariert und die Probleme seien nicht kritisch. In Russland gelten nach Schätzungen in 40 Regionen bereits Beschränkungen für den Treibstoffverkauf, laut dem Portal Wjorstka könnten es 78 Regionen sein. In vielen Städten bilden sich lange Schlangen an Tankstellen.
Parallel dazu greift die Ukraine auch Nachschubwege der russischen Armee an. Experten berichten von stockenden Lieferungen an die Front und von Problemen bei Treibstoff, Munition und anderen Versorgungsgütern. Auf der Krim gilt seit dem 26. Juni der Ausnahmezustand. Украinische Angriffe haben dort eine Treibstoff und Lebensmittelknappheit ausgelöst.
