Hardliner de la Espriella liegt bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien vorn
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Hardliner de la Espriella liegt bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien vorn

Abelardo de la Espriella liegt bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien nach der Stichwahl vorn. Nach der Auszählung von fast 95 Prozent der Stimmen kommt er auf knapp 50 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte. Sein Rivale Ivan Cepeda liegt mit 48,4 Prozent rund 368000 Stimmen zurück. Cepeda kündigte an, die Ergebnisse aus mehr als 30000 Wahllokalen anzufechten.

In der ersten Wahlrunde Anfang Juni hatte keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Rund 400000 Wähler gaben bei der Stichwahl leere Stimmzettel ab, was in der Regel als Protestwahl gewertet wird.

Der 47 Jahre alte Anwalt und Geschäftsmann de la Espriella tritt als politischer Außenseiter auf. Er kündigte ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität, den Bau von zehn Großgefängnissen und ein Ende der Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen an. Wirtschaftlich will er den Öl und Gassektor fördern, Steuern senken und den Staatsapparat um bis zu 40 Prozent verkleinern. Gleichzeitig will er die von Präsident Gustavo Petro eingeführte Erhöhung des Mindestlohns sowie weitere Sozialmaßnahmen beibehalten.

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