Wahl in Algerien: Wahlbeteiligung so niedrig wie nie
In Algerien hat nur rund jeder fünfte Wahlberechtigte an der Wahl zur Nationalversammlung teilgenommen. Die Nationale Wahlkommission nannte eine Beteiligung von 20,79 Prozent. Damit wurde der bisherige Negativrekord von 23 Prozent aus dem Jahr 2021 deutlich unterschritten.
Die geringe Beteiligung gilt als Niederlage für Regierung und Opposition. Auch Präsident Abdelmajid Tebboune konnte die Wähler mit seinem Appell und dem Lob für das neue Wahlgesetz offenbar nicht mobilisieren. Beobachter sprechen von einer Misstrauenserklärung gegenüber dem politischen System. Trotz des geringen Andrangs bleiben die Erwartungen an die künftige Sitzverteilung stabil: Experten rechnen mit einem Sieg der seit 64 Jahren regierenden Befreiungsfront FLN und ihrer Partner.
