Zahl der Asylbewerber in Deutschland deutlich gesunken
Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Im ersten Halbjahr beantragten 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Im Vorjahreszeitraum waren es 61.336 Erstanträge, was einem Rückgang von 35 Prozent entspricht. 2024 lag die Zahl der Erstanträge im ersten Halbjahr noch bei rund 121.000.
Zu dem Rückgang tragen nach Angaben aus dem Bundesinnenministerium auch strengere Kontrollen an den deutschen Grenzen bei. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Grenzkontrollen angeordnet und die Bundespolizei angewiesen, auch Asylbewerber zurückzuweisen, ausgenommen sind Kranken, Schwangere und andere Menschen mit besonderem Hilfebedarf. Im ersten Halbjahr wurden 14.270 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Außerdem nahm die Polizei 494 mutmaßliche Schleuser fest und stellte 4074 Menschen mit offenem Haftbefehl fest.
