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Die Deutsche Bahn: System mit Verspätung

Die Deutsche Bahn hat im Dezember einen umfassenden Restrukturierungsplan vorgestellt, der 2026 in Kraft treten soll. Nach Zustimmung des Aufsichtsrats will der Konzern rund 30 Prozent seiner Führungspositionen abbauen. Ziel ist es, das Management zu verschlanken, Entscheidungen stärker zu dezentralisieren und mit einer agileren Organisation Pünktlichkeit und Effizienz zu verbessern.

Die Bahn steht dabei an einem Tiefpunkt. Im Herbst kamen nur 55 Prozent der Fernzüge mit weniger als sechs Minuten Verspätung an, was bei der DB als pünktlich gilt. Verspätungen und Zugausfälle gehören für viele Fahrgäste inzwischen zum Alltag. Auch die Infrastruktur gilt als marode: Rund die Hälfte der Gleise befindet sich nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in einem mittelmäßigen, schlechten oder mangelhaften Zustand.

Die Bundesregierung ist weiterhin alleiniger Eigentümer der Bahn. Der Bundesrechnungshof warf ihr vor, zentrale bahnpolitische Fragen über Jahrzehnte nicht angegangen zu sein. Für die Modernisierung der Bahn sind aus neuen Schulden der Bundesregierung rund 150 Milliarden Euro vorgesehen. Dennoch dürften Bau und Reparaturen kurzfristig zunächst weitere Beeinträchtigungen bringen.

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