Viel grüner Strom, wenig Speicher: Europas Nadelöhr
In Deutschland und anderen Ländern steht tagsüber oft mehr grüner Strom zur Verfügung, als gerade gebraucht wird. Weil ausreichende Batterien fehlen, wird diese Energie bisher nur begrenzt für später gespeichert. Nach Sonnenuntergang springen deshalb häufig weiter Gaskraftwerke ein.
Großspeicher gelten als wichtig für die Energiewende und für stabilere Strompreise. In Europa liegt die Gesamtkapazität solcher Batteriespeicher derzeit bei knapp 14 Gigawatt. Weitere 84 Gigawatt sind laut EU Kommission geplant oder im Bau. Auch weltweit nimmt der Ausbau zu, vor allem in Asien sowie in Deutschland und Italien.
Der Ausbau wird zudem durch sinkende Kosten begünstigt. Gleichzeitig bremsen langsame Genehmigungen, lange Planungsphasen und Engpässe beim Netzanschluss. Experten betonen, dass Speicher und Stromnetze gemeinsam ausgebaut werden müssen. Für die Modernisierung der Netze sind bis 2030 rund 580 Milliarden Euro vorgesehen.
