Katherina Reiche stützt oder bremst sie die Energiewende?
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Katherina Reiche stützt oder bremst sie die Energiewende?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gerät wegen ihres Kurses in der Energiepolitik zunehmend unter Druck. Nach einem öffentlichen Streit mit Finanzminister Lars Klingbeil mahnte Kanzler Friedrich Merz seine Parteifreundin zur Zurückhaltung. Reiche hatte eine von der SPD geforderte Übergewinnsteuer für Energiekonzerne abgelehnt und die Vorschläge der Sozialdemokraten als teuer und wirkungsschwach bezeichnet.

Seit ihrem Amtsantritt im Mai 2025 setzt Reiche andere Schwerpunkte als ihr Vorgänger Robert Habeck. Sie strich die Vorgabe, neue Heizungen müssten zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, und kündigte den Bau deutlich mehrerer Gaskraftwerke an. Kritiker werfen ihr vor, fossile Interessen zu stärken und die Energiewende auszubremsen.

Industrieverbände begrüßten zunächst Reiches Fokus auf Bezahlbarkeit, äußern inzwischen aber ebenfalls Kritik und fordern Reformen. Merz stellt sich dennoch weiter hinter die Ministerin und verteidigte zuletzt auch ihre Kürzungen bei der Förderung privater Solaranlagen.

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