Viel grüner Strom, wenig Speicher: Europas Nadelöhr
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Viel grüner Strom, wenig Speicher: Europas Nadelöhr

Tagsüber erzeugen Wind und Sonne in Deutschland und anderen Ländern oft mehr grünen Strom, als gerade verbraucht wird. Weil ausreichend Batteriespeicher fehlen, wird die Energie bisher nur unzureichend für später gesichert. Wenn die Sonne untergeht, springen häufig weiterhin Gaskraftwerke ein. Deutschland will bis 2045 klimaneutral wirtschaften, die EU bis 2050.

In Europa sind derzeit Großbatteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von knapp 14 GW in Betrieb. Weitere 84 GW sind geplant oder bereits im Bau. Nach Angaben des Joint Research Centers der EU Kommission entspricht das einer möglichen Versechsfachung der heutigen Kapazitäten. Zugleich sind die Kosten für Lithium Ionen Batterien in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, bis 2030 könnten sich die Preise im Vergleich zu 2022 halbieren.

Der Ausbau wird auch durch schwankende Strompreise an den Börsen vorangetrieben. Tagsüber drückt das hohe Angebot aus Wind und Sonne die Preise, abends steigen sie wieder, wenn Gas und teils Kohlekraftwerke einspringen. Bremsend wirken langsame Genehmigungen, lange Planungen und Engpässe beim Netzanschluss. Europaweit sollen bis 2030 rund 580 Milliarden Euro in die Modernisierung der Stromnetze fließen.

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