Todesstrafe in den USA: Entsetzen über angekündigten Livestream
In den USA sorgt die Ankündigung einer live im Internet übertragenen Hinrichtung für Entsetzen. Am 3. Dezember soll der frühere Militärpsychiater Nidal Hasan, der 2009 auf dem texanischen Armee Stützpunkt Fort Hood 13 Menschen getötet hatte, von einem Militärkommando erschossen werden. Hasan war später von einem Militärgericht zum Tode verurteilt worden.
Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Vollstreckung nach eigenen Angaben live übertragen lassen und begründet das mit einer abschreckenden Wirkung. Die Ankündigung hat Unterstützer und Gegner der Todesstrafe mobilisiert und auch international Empörung ausgelöst. Vizepräsident JD Vance sagte, er werde sich die Bilder nicht ansehen. Auch der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, äußerte Vorbehalte.
Die Debatte über die Todesstrafe flammt damit erneut auf. Eine öffentliche Hinrichtung gab es in den USA zuletzt 1936 in Kentucky. Gleichzeitig wird auf die umstrittene Tradition verwiesen, Hinrichtungen zumindest für ausgewählte Zuschauer zu zeigen.
