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Taliban willkommen? Deutschlands neue Afghanistan Politik

Deutschland sucht im Umgang mit Afghanistan verstärkt die technische Zusammenarbeit mit den Taliban, um Abschiebungen von Straftätern zu erleichtern. Dafür werden nach Angaben der Bundesregierung afghanische Auslandsvertretungen in Deutschland von Vertretern der Taliban geführt. Zudem sollen weitere Diplomaten kommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant deutlich mehr Rückführungen nach Afghanistan.

Der frühere Leiter des afghanischen Generalkonsulats in Bonn, Hamid Nangialay Kabiri, hatte sein Amt niedergelegt, weil er nicht mit den Taliban zusammenarbeiten wollte. Er sagte, er sehe die Radikalislamisten nicht als seine Mitarbeiter an. Nun lebt er aus Sicherheitsgründen zurückgezogen und muss Asyl beantragen, um in Deutschland bleiben zu können.

Kritik kommt von Opposition und Menschenrechtsorganisationen. Sie werfen der Bundesregierung vor, ein Regime aufzuwerten, das Frauen und Mädchen massiv unterdrückt. Pro Asyl warnt zudem, die Taliban könnten Abschiebungen und Kontakte nach Deutschland als Druckmittel nutzen.

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