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Taliban willkommen? Deutschlands neue Afghanistan Politik

Deutschland arbeitet bei der Rückführung afghanischer Staatsangehöriger zunehmend mit den Taliban zusammen. Sowohl das Generalkonsulat in Bonn als auch die afghanische Botschaft in Berlin werden inzwischen von Vertretern der Taliban geleitet. Die Bundesregierung bestätigte zudem, dass vier weitere Diplomaten nach Deutschland kommen sollen. Der frühere Leiter des Konsulats in Bonn, Hamid Nangialay Kabiri, hatte sein Amt niedergelegt, weil er nicht mit den Taliban kooperieren wollte, und beantragt inzwischen Asyl, um in Deutschland bleiben zu können.

Die Bundesregierung begründet die Kontakte mit der Organisation von Rückführungen nach Afghanistan. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt strebt demnach mehr Abschiebungen an, darunter mehrere Charterflüge pro Monat. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von notwendiger technischer Zusammenarbeit im deutschen Interesse, ohne das Taliban Regime anzuerkennen.

Kritik kommt von der Organisation Pro Asyl. Deren Geschäftsführerin Helen Rezene warnt, dass mit den Gesprächen das Taliban Regime aufgewertet werde. Sie verweist auf die massiven Einschränkungen für Frauen und Mädchen in Afghanistan und befürchtet, dass die Taliban ihre Rolle bei Abschiebungen als Druckmittel nutzen könnten.

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