Ostdeutsche in Führungspositionen: Es gibt kaum positive Entwicklungen
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Ostdeutsche in Führungspositionen: Es gibt kaum positive Entwicklungen

Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ostdeutsche in Spitzenpositionen nach Einschätzung des Soziologen Michael Hartmann weiterhin selten vertreten. Im Gespräch mit tagesschau24 sagte er, in der Studie, auf die sich die Ostbeauftragte der Bundesregierung bezieht, komme der Anteil Ostdeutscher in allen Eliten auf zwölf Prozent. In großen Unternehmen sei ihr Anteil besonders gering, in der Politik dagegen mit rund 20 Prozent höher.

Hartmann führt das auf die Besetzung vieler Führungspositionen durch Westdeutsche nach dem Mauerfall zurück. Diese Strukturen hätten sich über Jahrzehnte verfestigt, sagte er. Vor allem in Wirtschaft und Justiz hätten Ostdeutsche deshalb kaum realistische Chancen. In der Wirtschaft würden die wesentlichen Entscheidungen im Westen getroffen.

Fortschritte sieht Hartmann nur vereinzelt. Eine Ostdeutsche sitze inzwischen im Bundesverfassungsgericht, insgesamt seien die Verbesserungen aber minimal. Ohne Quoten werde es in zentralen Bereichen wie Wirtschaft, Justiz und Medien seiner Ansicht nach keine nennenswerten Veränderungen geben.

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