Chinesischer Satellit: Spionagemission gegen den Westen?
Ein chinesischer Satellit hat sich nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung einem westlichen Satelliten genähert, der auch von der Bundeswehr genutzt wird. Militärs gehen davon aus, dass es dabei um Spionage und das Ausspähen vertraulicher Kommunikation gehen könnte.
Der Satellit TJS 20 soll sich nach Angaben des französischen Unternehmens Aldoria zeitweise bis auf etwa 100 Kilometer genähert haben. Die Firma überwacht den Weltraum und arbeitet unter anderem mit der französischen Raumfahrtagentur und dem französischen Militär zusammen. Nach Einschätzung von Experten und westlichen Geheimdiensten gehört TJS 20 zu einem geheimen chinesischen Raumfahrtprogramm, dessen Satelliten offiziell für Kommunikationstests eingesetzt werden sollen.
Die Bundeswehr nutzt nach den Recherchen Satelliten des britischen Unternehmens Inmarsat, dessen Mutterkonzern inzwischen Viasat ist. Dem Unternehmen soll geraten worden sein, Frequenzen zu ändern. Das Verteidigungsministerium äußerte sich mit Verweis auf militärische Sicherheit nicht zu möglichen Bedrohungen.
