Immer mehr Online Radikalisierung: Islamismus 25 Jahre nach 9/11
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Immer mehr Online Radikalisierung: Islamismus 25 Jahre nach 9/11

25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat sich islamistische Radikalisierung in Deutschland deutlich verändert. Während früher vor allem Moscheen, Vereine und einzelne Prediger als Treffpunkte galten, spielt das Internet inzwischen eine zentrale Rolle bei der Rekrutierung und Propaganda.

Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht in den Anschlägen von 2001 eine Zäsur. Erst danach sei die Gefahr des Dschihadismus in Deutschland stärker in den Fokus von Politik und Sicherheitsbehörden gerückt. Auch die rechtlichen und behördlichen Strukturen wurden danach angepasst, unter anderem mit einem neuen Strafbestand für die Unterstützung ausländischer terroristischer Organisationen.

Nach Steinbergs Einschätzung prägt seit dem Aufstieg des sogenannten Islamischen Staats vor allem die digitale Verbreitung extremistischer Inhalte die Szene. Der IS und Al Kaida sind demnach weiter aktiv, agieren dezentral und nutzen soziale Netzwerke sowie Messengerdienste, um junge Menschen anzusprechen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz zählt heute 28645 Menschen zum islamistischen Personenpotenzial.

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