Mehr Ebola Fälle durch weniger Entwicklungshilfe?
Die Ebola Seuche breitet sich in den Provinzen Ituri und Nord Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind 900 Verdachtsfälle bestätigt, 220 Menschen sind gestorben. WHO Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem äußerst ernsten und schwierigen Ausbruch und rechnet mit einer weiteren Ausbreitung.
Die WHO will mit Ausrüstung und Experten helfen, verfügt aber nur über begrenzte Mittel. Vor allem seit dem Ausstieg der USA als größtem Geldgeber mussten Programme gekürzt werden. Auch in Deutschland wurden Beiträge und der Etat des Entwicklungshilfeministeriums gesenkt. Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt, CARE und Caritas fordern deshalb mehr Geld für Hilfe und Aufklärung.
Aus Goma meldet die Diakonie Katastrophenhilfe, dass nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt werden können. Viele Krankenhäuser in der Region seien durch den Krieg zerstört worden. Im Osten des Kongo zirkuliert die Bundibugyo Variante des Ebola Virus, gegen die es weder Impfung noch Heilmittel gibt.
