Flughafen Leipzig und Halle: Die Methode Drohne
Nach Einschätzung von Sicherheitskreisen könnte der mutmaßliche Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Parallelen zu einer Anschlagsserie auf Luftfrachtpakete aus dem Juli 2024 aufweisen. Dabei spielten Drohnen offenbar schon damals eine wichtige Rolle. Auch der aktuelle Fall soll Verbindungen zu einem Netzwerk haben, das damals Brandsätze in Luftfracht deponierte und Drohnenteile durch Europa transportierte.
In den polnischen Ermittlungsunterlagen, die WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung einsehen konnten, wird ein junger Ukrainer beschrieben, der mehrere Gegenstände auf Anweisung eines Telegram Kontakts namens Warrior transportiert haben soll. Dazu gehörten Maisdosen, Drohnenpropeller und Kunststoffrohre. Für den Auftrag soll er umgerechnet 2000 Dollar erhalten haben.
Die Ermittler vermuten hinter dem Netzwerk den russischen Militärgeheimdienst GRU. Moskau weist eine Beteiligung an dem DHL Fall zurück. Der Ukrainer steht in Polen gemeinsam mit vier weiteren Verdächtigen vor Gericht, in Litauen läuft ein weiterer Prozess gegen fünf mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks. Insgesamt identifizierten die europäischen Ermittler mehr als 20 Verdächtige.
