SPD uneins über Abschaffung der Rente mit 63
In der SPD gibt es Streit über die geplante Abschaffung der Rente mit 63. Der Parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese spricht sich zwar dafür aus, das Vorhaben grundsätzlich beizubehalten, fordert aber Ausnahmen für besonders belastete Beschäftigte, etwa im Straßenbau oder bei Schichtarbeit.
Wiese verwies auf die geplante Rentenreform von Union und SPD und warnte davor, einzelne Bestandteile aus dem Paket herauszunehmen. Für Menschen in besonders anstrengenden Berufen plädierte er für eine Härtefallregelung und nannte als mögliches Vorbild die Schwerarbeitspension in Österreich. Zudem verlangte er einen Vertrauensschutz für rund fünf Jahre.
Auch in der SPD gibt es andere Positionen. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte will über Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen sprechen. Mecklenburg Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach sich dagegen für ein Beibehalten der Rente mit 63 aus.
