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Warum Berlin mehr handelspolitischen Druck auf China ausüben will

Deutschland drängt gemeinsam mit Frankreich auf mehr handelspolitischen Druck auf China. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron forderten von EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein neues Instrument, mit dem Handelspartner vom EU Binnenmarkt ausgeschlossen werden könnten, falls unlautere Praktiken anhalten. Peking reagierte mit der Warnung, Europa werde die Konsequenzen tragen.

Der Kurswechsel in Berlin hängt auch mit den wirtschaftlichen Folgen des chinesischen Wettbewerbs zusammen. China ist für Deutschland vom zweitgrößten Exportmarkt auf den neunten Platz zurückgefallen. Besonders die Autoindustrie, aber auch Feinmechanik und Chemie stehen unter Druck. Die deutschen Autoexporte nach China sanken zwischen 2022 und 2025 deutlich, zugleich nahmen Importe chinesischer Fahrzeuge in Deutschland stark zu.

Auch auf europäischer Ebene wächst der Handlungsdruck. Die EU verzeichnete im vergangenen Jahr ein Handelsdefizit gegenüber China von rund 360 Milliarden Euro. Brüssel prüft weitere Maßnahmen gegen chinesische Exporte, während EU und China zugleich eine Vereinbarung über die Begrenzung chinesischer Hybridfahrzeuge ausgehandelt haben.

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