Flucht und Migration: Schottet Europa sich weiter ab?
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Flucht und Migration: Schottet Europa sich weiter ab?

Ein in Berlin veröffentlichter Report Globale Flucht soll nach dem Wunsch der Mitherausgeberin Petra Bendel ein Weckruf sein. Sie warnt mit Blick auf das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem vor einer weiteren Ausweitung haftähnlicher Unterbringung von Schutzsuchenden an den Außengrenzen und kritisiert geplante Rückführungszentren außerhalb der EU.

Als problematisch sieht Bendel auch das Ende der deutschen Aufnahmeprogramme für Menschen aus Afghanistan. Der Migrationsforscher Franck Düvell hält die Reform für handwerklich schlecht und befürchtet einen Abbau von Kinder, Frauen, Familien und Flüchtlingsrechten. Zugleich verweist er auf sinkende Asylzahlen in Deutschland.

Weltweit sind nach Angaben des Reports mehr als 117 Millionen Menschen auf der Flucht, vor allem wegen Krieg und Klimawandel. Für Syrien halten die Autorinnen und Autoren eine massenhafte Rückkehr für unrealistisch. Benjamin Etzold verweist auf Zerstörung, Armut und fehlenden Schutz für Minderheiten. Er fordert zudem, die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit nicht weiter zu schwächen.

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