EVG Analyse: Italo Züge könnten für 16 Städte Nachteile im Fernverkehr bedeuten
Die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft EVG warnt vor Nachteilen im deutschen Fernverkehr durch den geplanten Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo. Nach einer Analyse der Gewerkschaft könnten mindestens 16 Städte von der Einstellung oder Ausdünnung von ICE und IC Halten betroffen sein.
Italo will ab 2028 in Deutschland Fernverkehrsfahrten anbieten und zunächst die Strecken München Frankfurt am Main Köln Dortmund sowie München Berlin Hamburg bedienen. Die EVG sieht darin eine mögliche Verdrängung der Deutschen Bahn von wichtigen Hauptstrecken und warnt vor Folgen für weniger gut ausgelastete Verbindungen in der Fläche.
Betroffen sein könnten nach der Analyse unter anderem Aachen, Bamberg, Chemnitz, Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Norddeich Mole, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin und Singen. Auch Augsburg und Münster würden demnach beeinträchtigt, in Trier könnte eine geplante IC Anbindung wegfallen.
