Wie gut funktioniert Australiens Verbot sozialer Medien?
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Wie gut funktioniert Australiens Verbot sozialer Medien?

Seit gut einem halben Jahr sind in Australien Social Media Konten für Unter 16 Jährige verboten. In der Praxis wird das Verbot aber häufig umgangen. Zwar wurden kurz nach dem Inkrafttreten rund fünf Millionen Konten gesperrt, doch eine Umfrage unter knapp 900 Eltern ergab, dass etwa 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen weiterhin aktive Accounts besitzen.

Als Schwachstelle gelten vor allem neue Konten, bei denen häufig keine Altersprüfung erfolgt. Auch die Gesichtserkennung lässt sich nach Angaben von Fachleuten leicht täuschen. Die Leiterin der zuständigen Kommission für Internetsicherheit, Julie Inman Grant, sagte, entscheidend sei vor allem, wie konsequent die Regeln durchgesetzt würden. Fünf Plattformen, darunter Instagram, Facebook, Snapchat, YouTube und TikTok, werden genauer geprüft. Ihnen drohen bei Verstößen Strafen von umgerechnet 30 Millionen Euro. Bislang musste kein Unternehmen zahlen.

Australiens Kommunikationsministerin Anika Wells wirft großen Tech Unternehmen vor, an einem Scheitern des Verbots interessiert zu sein. In South Australia werden zugleich erste positive Folgen gesehen, etwa mehr Sport, mehr Lesen und mehr Gespräche in Familien über einen gesunden Umgang mit sozialen Medien.

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