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Deutschland nimmt russische Schattenflotte ins Visier

Deutschland will härter gegen die sogenannte russische Schattenflotte vorgehen. Gemeint sind meist alte, schlecht gewartete und unzureichend versicherte Schiffe mit unklaren Eigentümerverhältnissen, vor allem Öltanker, mit denen Russland Sanktionen umgehen will. Nach Einschätzung von Experten ist ein Festsetzen solcher Schiffe jedoch rechtlich und praktisch schwierig, weil das internationale Seerecht die freie Handelsschifffahrt schützt.

Mehrere europäische Staaten gehen bereits strenger gegen verdächtige Schiffe vor. Finnland setzte nach einem Vorfall im Finnischen Meerbusen einen Tanker fest, Großbritannien, Frankreich und Schweden kontrollieren ebenfalls verstärkt Schiffe, die im Verdacht stehen, zur Schattenflotte zu gehören. Dabei werden sie unter anderem bei gefälschten Papieren, fehlender Versicherung oder Sicherheitsrisiken gestoppt.

In Deutschland wird der Bundesregierung vorgeworfen, zu zögerlich zu handeln. Experten warnen zugleich vor Risiken bei Kontrollen, etwa durch russische Begleitung oder bewaffnete Besatzungen. Ziel sei es vor allem, die Kosten und Unsicherheiten für Russland zu erhöhen.

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