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Dänemark entschädigt Grönländerinnen wegen Zwangsverhütung

Dänemark will betroffenen Grönländerinnen im Zusammenhang mit der zwangsweisen Verhütung jeweils umgerechnet rund 40.000 Euro zahlen. Das dänische Parlament in Kopenhagen hat dafür nun grünes Licht gegeben.

Anspruch auf die Entschädigung haben Frauen, denen zwischen 1960 und 1991 ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung Spiralen eingesetzt wurden. Nach Schätzungen betrifft das rund 4500 Frauen, darunter auch 13 jährige Mädchen. Eine Gruppe von Frauen aus Grönland hatte 2024 vor Gericht Entschädigung gefordert. Öffentlich wurde die Praxis, nachdem der dänische Rundfunksender DR 2022 darüber berichtet hatte.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte sich bereits im vergangenen Jahr offiziell entschuldigt. Für Freitag werden zwei Expertenberichte erwartet, die den Skandal beleuchten. Darin geht es auch um die Frage, ob das Vorgehen Dänemarks den juristischen Tatbestand des Völkermords erfüllen könnte.

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