Kaum eine Chance gegen China: Europas letztem Penicillin Werk droht das Ende
|

Kaum eine Chance gegen China: Europas letztem Penicillin Werk droht das Ende

Europas letztes vollständig integriertes Penicillin Werk im österreichischen Kundl steht unter Druck. Der Sandoz Standort kann mit den deutlich günstigeren Produkten aus China kaum mithalten. Das Unternehmen warnt, dass Europas Versorgung mit dem wichtigen Antibiotikum im Fall einer Schließung vollständig von China abhängen könnte.

Bereits 2022 wurden die Vorräte knapp, woraufhin die EU Geld für den Ausbau des Werks freigab. Trotz einer Erweiterung bleibt die Produktion laut Sandoz wirtschaftlich belastet. Die Anlage ist energieintensiv, zugleich sind die Stromkosten in Europa hoch und die Preise für Penicillin stagnieren oder sinken. Sandoz hat deshalb eine Antidumping Untersuchung bei der Europäischen Kommission angestoßen.

China dominiert inzwischen die Herstellung der Wirkstoffe für Penicillin und dessen Derivate. Nach Angaben des Unternehmens werden heute bis zu 90 Prozent der weltweiten antibiotischen Wirkstoffe außerhalb Europas produziert, vor allem in China und Indien. In Brüssel werden Strafzölle auf chinesische Produkte als möglich angesehen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert