CO₂, Holz und Recycling statt Erdöl
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CO₂, Holz und Recycling statt Erdöl

Die Chemieindustrie nutzt bislang vor allem Kohlenstoff aus fossilen Quellen wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Das treibt den Ausstoß von Treibhausgasen und macht die Branche zugleich abhängig von Importen. Für eine klimaneutrale Produktion reicht die Umstellung auf erneuerbare Energien allein nicht aus, auch Rohstoffe und Produktionsprozesse müssen verändert werden.

Als Alternativen gelten Recycling, Carbon Capture und Holz. Beim mechanischen Recycling werden Kunststoffe eingeschmolzen und wiederverarbeitet, 2023 betraf das in Deutschland 38 Prozent aller Kunststoffabfälle. Chemisches Recycling und die Nutzung von Kohlendioxid gelten ebenfalls als mögliche Wege, sind aber energieintensiv. In Leuna werden in einer Bioraffinerie bereits überschüssiges Buchenholz und Restholz zu Rohstoffen für Produkte wie Textilien, Verpackungen, Kosmetik, Baustoffe und Reifen verarbeitet. Forschende gehen davon aus, dass Recycling in einer weitgehend defossilisierten Chemieindustrie etwa die Hälfte des Kohlenstoffbedarfs decken könnte.

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