Präsident festgenommen: Skandal erschüttert den griechischen Basketball
Der griechische Basketball ist von einem mutmaßlichen Manipulationsskandal erschüttert. Der Vorsitzende des nationalen Basketballverbands, Vangelis Liolios, wurde im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zu Spielmanipulationen festgenommen. Auch gegen drei Schiedsrichter, einen Schiedsrichterberater und einen ehemaligen Sportler wurden Haftbefehle erlassen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Anzeige des Athener Klubs Maroussi. Nach Angaben griechischer Medien stellten Ermittler bei einem Verdächtigen mehr als 800000 Euro Bargeld sicher. Im Raum stehen Vorwürfe von Spielabsprachen und Bestechung. Mehrere Zeugen sollen eingeräumt haben, Schmiergelder angenommen zu haben.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANA werden rund 50 Spiele untersucht, darunter Partien der ersten griechischen Liga, Begegnungen aus unteren Ligen sowie Jugend und Schulmeisterschaften seit 2016. Auch ein Spiel im Ausland soll betroffen sein. Der Verband teilte mit, der Vorstand habe eine Dringlichkeitssitzung abgehalten, um die Mitglieder über die laufenden rechtlichen Verfahren zu informieren.
