Zahl der Firmenpleiten so hoch wie seit 21 Jahren nicht mehr
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Nach Angaben des Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung Halle wurden von April bis Ende Juni 4996 Insolvenzen von Personen und Kapitalgesellschaften registriert.
Das Institut sieht die Lage als schwierig an, weil die Insolvenzen viele Bereiche der Wirtschaft treffen. Auch andere Daten weisen auf anhaltende Probleme hin: Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal 2026 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Creditreform zählte für das erste Halbjahr 12900 Unternehmensinsolvenzen, so viele wie seit 2013 nicht mehr.
Als Gründe gelten unter anderem die Folgen der Corona Pandemie, ausgelaufene staatliche Hilfen sowie strukturelle Belastungen wie der demografische Wandel, hohe bürokratische Hürden, gestörte Lieferketten und gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe. Gleichzeitig gibt es erste positive Signale aus der Wirtschaft, etwa steigende Produktionszahlen und höhere Exporte.
