Bundesumweltminister: Pharmafirmen sollen für die Wasserreinigung zahlen
Bundesumweltminister Carsten Schneider will Unternehmen stärker an den Kosten für die Reinigung von belastetem Wasser beteiligen. Vor allem Pharma und Kosmetikhersteller sollen nach seinen Worten für Medikamentenrückstände und andere Mikroschadstoffe in Abwässern zahlen. Schneider verwies auf die geplante vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen, für die Milliardenbeträge nötig seien.
Er sagte, die Finanzierung müsse fair sein und vom Verursacher getragen werden, nicht von den Bürgerinnen und Bürgern. Die EU Kommunalabwasserrichtlinie sieht vor, dass Pharma und Kosmetikhersteller mindestens 80 Prozent der Kosten übernehmen. Sie ist seit Anfang 2025 in Kraft und muss bis Ende Juli 2027 in deutsches Recht umgesetzt werden.
Auch Betreiber von Rechenzentren sollen aus Schneiders Sicht mehr für Wasser zahlen oder sparsamere Technik einsetzen. Zudem unterzeichnete er mit EU Wasserkommissarin Jessika Roswall eine gemeinsame Erklärung zur Wasserresilienz.
