Wohnungsmangel: Hilft der Umbau von Büros zu Wohnungen?
In Deutschland fehlt es nach Schätzungen des Pestel Instituts an rund 1,4 Millionen Wohnungen. Vor allem in großen Städten finden Normalverdiener mit Familie wegen hoher Mieten oft keine bezahlbare Bleibe. Die Bundesregierung setzt deshalb auf schnelleren Neubau, sieht aber auch Chancen beim Umbau leer stehender Bürogebäude zu Wohnungen.
Seit der Coronapandemie stehen vielerorts Büros leer. Vorzeigeprojekte gibt es bereits, etwa in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Die Bundesregierung fördert solche Vorhaben mit dem Programm Gewerbe zu Wohnen und zahlt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 30.000 Euro pro umgewandelter Wohnung.
Der Umbau gilt als komplex und teuer, weil viele baurechtliche Vorgaben erfüllt werden müssen. Studien nennen dennoch ein erhebliches Potenzial. Bulwiengesa hält rund 150.000 neue Wohnungen für möglich, das Ifo Institut kommt auf etwa 60.000. Für Investoren bleiben vor allem die Renditeaussichten entscheidend, weshalb oft Mikro und Miniapartments geplant werden.
