Tiny Forests: Kleine Wälder mit großer Wirkung?
Tiny Forests sollen in Städten Hitze mindern und neuen Lebensraum schaffen. In Frankfurt entstand am Walter von Cronberg Platz in Sachsenhausen auf rund 700 Quadratmetern ein Miniwald mit mehr als 1000 Pflanzen, gepflanzt von der Initiative Main Wäldchen gemeinsam mit Anwohnern und Schulkindern. Ähnliche Projekte gibt es auch auf dem Gelände der Goethe Universität und in weiteren Stadtteilen.
Die Idee geht auf den japanischen Botaniker Akira Miyawaki zurück. Auf kleiner Fläche werden heimische Baum und Straucharten dicht gesetzt, meist drei Pflanzen pro Quadratmeter. Fachleute sehen darin Vorteile bei Kühlung, Versickerung bei Starkregen und als Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere. Zugleich spielen soziale Effekte eine Rolle, weil sich Anwohner und Kinder oft beteiligen.
In Frankfurt kosteten die Tiny Forests rund 60000 Euro, größtenteils finanziert über Förderprogramme des Bundes. Experten betonen aber, dass vor allem große, bestehende Bäume und zusammenhängende Grünflächen entscheidend sind. In Frankfurt gilt etwa die Hälfte der untersuchten Bäume als stark geschädigt. Die Stadt testet deshalb klimaresistente Arten und versucht, bestehende Bäume besser zu schützen.
