Wie sich Krankenhäuser auf Demenzpatienten einstellen
In einem Berliner Krankenhaus werden Menschen mit Demenz besonders betreut. Ziel ist es, ihnen mit Ruhe, Sicherheit und festen Abläufen mehr Orientierung zu geben. Nach Möglichkeit kümmert sich täglich dasselbe Personal um dieselben Patienten, zudem sollen vertraute Bilder und Gespräche helfen, Vertrauen aufzubauen und Erinnerungen zu wecken.
Zum Konzept gehört auch eine besondere Einrichtung auf der Station. So steht auf dem Flur eine Bushaltestelle mit Bank, um gewohnte Alltagssituationen zu simulieren. Facharzt Torsten Kratz betont, dass die Mitarbeiter dafür speziell geschult werden und sich intensiv mit der Biografie der Patienten befassen.
Die zusätzliche Betreuung kostet Zeit und Geld und gehört nicht zur regulären Versorgung. Das Projekt wird derzeit von der AOK Nordost und der Diakonie mitfinanziert. Bei einer 82 Jahre alten Patientin hoffen die Ärzte und Pflegekräfte, dass sie bald wieder nach Hause kann und dabei von ihrer Enkelin und dem Sozialdienst unterstützt wird.
