Russland: Kriegsgegner Nadeschdin zu einer Geldstrafe verurteilt
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Russland: Kriegsgegner Nadeschdin zu einer Geldstrafe verurteilt

Ein russisches Gericht hat den Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Boris Nadeschdin wegen der öffentlichen Zurschaustellung extremistischer Symbole zu einem Bußgeld von 1.000 Rubel, rund elf Euro, verurteilt. Das Gericht in Dolgoprudny nahe Moskau wies damit einen Antrag auf Verschiebung zurück, nachdem Sanitäter Nadeschdin im Saal wegen stark erhöhten Blutdrucks untersucht hatten.

Die Vorwürfe bezogen sich auf einen Beitrag in sozialen Medien, in dem auch ein Bild von Alexej Nawalny zu sehen war. Nadeschdin sprach nach dem Urteil von politischen Motiven und sagte, die Behörden seien wegen seiner Beliebtheit und einer möglichen Kandidatur eines Kriegsgegners nervös. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, darf er sich nicht an der Parlamentswahl im September beteiligen.

Nadeschdin wollte dort in seinem Heimatwahlkreis Mytischtschi antreten. Er war bereits von 1999 bis 2003 liberaler Abgeordneter im russischen Parlament und wollte auch gegen Wladimir Putin bei der Präsidentenwahl kandidieren, wurde aber nicht zugelassen.

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