Kriegsschiffe und Drohnen: US Streichliste für die NATO
Die USA wollen ihre militärischen Beiträge zur NATO offenbar deutlich reduzieren. Nach einem Bericht der Zeitung Welt übergaben US Vertreter in Brüssel eine Liste mit elf Positionen an NATO Abgesandte, in der konkret aufgeführt sein soll, welche Fähigkeiten Washington unter Präsident Donald Trump künftig nicht mehr bereitstellen will. Die Kürzungen sollen demnach so schnell wie möglich umgesetzt werden.
Betroffen wären vor allem ältere Tankflugzeuge, aber auch moderne Typen, Kampfflugzeuge, Drohnen sowie zahlreiche Kreuzer und Zerstörer. Damit würde vor allem das NATO Force Model beeinträchtigt, das festlegt, welche Truppen und Mittel innerhalb bestimmter Fristen an eine Front verlegt werden können.
In Berlin reagierte die Bundesregierung zurückhaltend. Der Sprecher von Verteidigungsminister Boris Pistorius verwies darauf, dass die NATO Verteidigungspläne geheim eingestuft seien. Der SPD Verteidigungsexperte Christoph Schmid betonte vor allem die Bedeutung der Zeit, die den Europäern für den Ausgleich möglicher Lücken bleibe. Das Thema wird beim NATO Gipfel in der Türkei am 7. Juli eine zentrale Rolle spielen. US Außenminister Marco Rubio sagte zudem, Präsident Trump werde persönlich anreisen.
