Unternehmen in Deutschland treiben KI Strategien mit Blick auf geopolitische Risiken voran
Unternehmen in Deutschland richten ihre digitalen Strategien angesichts geopolitischer Spannungen und neuer EU Vorgaben stärker auf technologische Unabhängigkeit aus. Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass 43 Prozent der befragten Führungskräfte bereits in die Verringerung ihrer Abhängigkeit von nicht europäischen Technologieanbietern investieren, 36 Prozent planen entsprechende Schritte.
Aktuell sehen deutsche Unternehmen Nordamerika noch knapp vor Europa als wichtigsten Partner für KI und Technologie. In Zukunft dürfte sich das Bild jedoch verschieben: Europa wird nach Einschätzung der Befragten zum wichtigsten Partner aufsteigen, während die Bedeutung Nordamerikas sinkt. Technologische Souveränität wird in Deutschland vor allem als Risiko und Compliance Thema verstanden, deutlich seltener als strategischer Wettbewerbsvorteil.
Viele Entscheider trauen sich zwar zu, die Folgen für ihr Unternehmen einzuschätzen, fühlen sich bei strategischen Investitionsentscheidungen aber weniger sicher. Als wichtigste Voraussetzungen gelten der Aufbau technischer Grundlagen für KI, mehr Skalierbarkeit sowie eine schnellere und innovationsfreundlichere Regulierung.
