Wie Emilia Romagna und RWE in Italien nun den Ausbau erneuerbarer Energien angehen
Italien hat ein neues Wettbewerbssystem für den Ausbau von Wind und Solar an Land, Wasserkraft und Anlagen zur Aufbereitung von Abgasen aus Klärprozessen erhalten. Das Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit teilte mit, dass die Brüsseler Zustimmung für das Programm Ende der ersten Juniwoche vorlag. Damit endet der Stillstand nach der ersten Ausschreibungsrunde im Übergangsregime Fer X transitorio.
Das neue Fer X Definitivo übernimmt Kriterien aus dem EU Gesetz NZIA und soll die Wertschöpfung in der Europäischen Union stärken. Zugleich bleiben die Ausschreibungen auf zweiseitige Differenzverträge ausgerichtet. Für dieses System stehen bis zu 23 Milliarden Euro an staatlicher Förderung bereit. Geplant sind neue Grünstromkapazitäten von 37,15 Gigawatt, darunter 10 Gigawatt für kleine Photovoltaik Anlagen ohne Wettbewerbsausschreibung.
Ob weitere Ausschreibungen noch in diesem Jahr starten, ließ das Ministerium zunächst offen. Minister Gilberto Pichetto Fratin stellte zumindest Gebotsabgaben in diesem Jahr in Aussicht. RWE baut derweil seine Aktivitäten in Italien aus und investiert von 2026 bis 2031 eine Milliarde Euro. Das Unternehmen errichtet dort neue Windparks mit 158 Megawatt und ein Agri PV Projekt sowie weitere Freiflächen PV mit zusammen 57 Megawatt.
