Frühjahrsgutachten: Wirtschaftsweise senken Prognose deutlich
Die Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft deutlich gesenkt. Für das laufende Jahr rechnen sie wegen der Folgen des Irankriegs nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent, für 2027 mit 0,8 Prozent. Im November waren sie für dieses Jahr noch von 0,9 Prozent ausgegangen.
Als Belastung sehen die Experten vor allem die gestiegenen Energiepreise, die die Inflation erhöhen und die Kaufkraft der privaten Haushalte mindern. Für dieses Jahr erwarten sie eine Inflationsrate von 3,0 Prozent, 2027 sollen es 2,8 Prozent sein. Die hohen Energiekosten belasten nach Einschätzung des Rates auch die Unternehmen und bremsen Investitionen.
Zusätzlich warnen die Wirtschaftsweisen vor steigenden Sozialversicherungsbeiträgen. Bis 2040 könnte der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz demnach auf fast 50 Prozent steigen. Das würde die Arbeitskosten erhöhen und die Nettoeinkommen senken. Gefordert werden daher Reformen unter anderem in der Krankenhausversorgung, bei Arzneimitteln und in der Pflegeversicherung.
