Zu viel Euphorie am Ölmarkt? Warum der Preissturz täuscht
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Zu viel Euphorie am Ölmarkt? Warum der Preissturz täuscht

Nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran sind die Ölpreise deutlich gefallen. Brent Rohöl rutschte zur Wochenmitte erstmals seit Beginn des Iran Kriegs Ende Februar unter 75 Dollar je Barrel und lag damit rund 40 Prozent unter dem Krisenhoch von 126 Dollar. Viele Marktteilnehmer setzen darauf, dass die Produktion im Mittleren Osten zügig anläuft und die Straße von Hormus offen bleibt.

Mehrere Rohstoffexperten warnen jedoch vor überzogener Euphorie. Sie verweisen auf mögliche Schäden an Ölanlagen, die schwierige Wiederinbetriebnahme stillgelegter Förderanlagen, Minen in der Meerenge sowie hohe Versicherungskosten. Hinzu kommt, dass die weltweiten Lagerbestände durch den Krieg stark gesunken sind und nun wieder aufgefüllt werden müssen.

Die Nachfrage dürfte zudem durch die Reisesaison gestützt werden. Auch große US Investmentbanken haben ihre Preisprognosen gesenkt. Goldman Sachs und Morgan Stanley erwarten Brent zum Jahresende bei 80 Dollar, die Citigroup bei 70 Dollar. Die IEA rechnet für 2027 mit einem deutlichen Angebotsüberschuss.

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