Wie die Hamas an der Not in Gaza verdient
Im Gazastreifen sind die Preise für Lebensmittel und Kleidung stark gestiegen. Besonders Fleisch ist nach dem Krieg zwischen Israel und der Hamas knapp geworden, ein Kilo kostet inzwischen bis zu 120 Dollar. Auf Märkten in Gaza-Stadt sind zwar Waren zu sehen, doch viele Menschen können sie sich nicht leisten.
Händler und Fachleute verweisen auf hohe Kosten bei der Einfuhr von Waren. Demnach müssen Transporteure oder Lkw Betreiber für eine sogenannte Koordination hohe Summen zahlen. Zudem beschreiben Experten ein Netz aus Händlern, Zwischenhändlern und der Hamas. Nach Einschätzung des Forschers Harel Chorev profitiere die Hamas von einem strengen Steuersystem und kassiere etwa 30 Prozent auf importierte Waren.
Auch Korruption und Schmuggel spielen nach diesen Angaben eine Rolle. Überdies soll die Hamas an einige tausend Menschen Geldzahlungen leisten, mit denen sie nach Einschätzung von Chorev auch Kämpfer rekrutieren kann. Viele Menschen in Gaza sind weiterhin auf Hilfslieferungen angewiesen.
