Erdbeben in Venezuela: Chaos und zahlreiche Vermisste
Nach dem schweren Erdbeben in Venezuela suchen Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen nach verschütteten Angehörigen. Besonders dramatisch ist die Lage demnach im Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes, wo Gebäude in Trümmern liegen, Strom und Wasser fehlen und bereits geplündert worden sein soll.
Innenminister Diosdado Cabello sprach von mehr als 70.000 betroffenen Familien in La Guaira. Die venezolanische Regierung zählte bislang 235 Tote und mehr als 4.300 Verletzte. Rund 200 Menschen sollen noch unter Trümmern liegen, unabhängige Online Register erfassen jedoch bis zu 40.000 Vermisste.
Internationale Hilfe läuft an. Rettungskräfte aus El Salvador und Mexiko sind unterwegs, auch das Technische Hilfswerk entsendet knapp 50 Kräfte nach Venezuela. Zudem liefert das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem kolumbianischen Roten Kreuz 18 Tonnen medizinische Hilfsgüter. Starlink stellt seinen Dienst im Katastrophengebiet vorübergehend kostenlos zur Verfügung.
