Was der Einstieg von Italo ins deutsche Bahngeschäft bringen könnte
Das italienische Bahnunternehmen Italo will ab 2028 in Deutschland mit Schnellzügen starten und plant dafür Investitionen von 3,6 Milliarden Euro sowie den Kauf von 30 Zügen bei Siemens. Im Fokus stehen nach Unternehmensangaben Verbindungen wie Hamburg Berlin München und München Köln Dortmund. Auch die italienische Staatsbahn Trenitalia prüft einen Einstieg in den deutschen Fernverkehr mit 50 Zügen.
Fachleute erwarten durch mehr Wettbewerb Vorteile für Fahrgäste, darunter bessere Verbindungen und möglicherweise niedrigere Ticketpreise. Die Deutsche Bahn warnt dagegen vor ungesteuertem Wettbewerb und verweist auf die Belastung der Infrastruktur. Die Gewerkschaft EVG sieht die Gefahr, dass wichtige Strecken und kleinere Städte im Fernverkehr an Bedeutung verlieren könnten.
Die Vergabe von Bahntrassen liegt bei DB InfraGO unter Aufsicht der Bundesnetzagentur. Italo hat dort Beschwerde eingelegt und fordert langfristige Rahmenverträge. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.
