VW Chef Blume: Ein Werk zu schließen ist immer die letzte Lösung
VW Konzernchef Oliver Blume hält Werksschließungen nur für die letzte Option im Umgang mit den Problemen des Unternehmens. Er verwies auf die schwierige Lage der gesamten Autoindustrie, sinkende Märkte, den Druck durch chinesische Hersteller und die US Zölle. VW arbeite an einem umfassenden Transformationsprogramm, das auf mehr Wettbewerbsfähigkeit, neue Technologien, innovative Produkte und Wachstum ziele.
Blume sagte, im Konzern müssten in den kommenden Jahren weitere Überkapazitäten abgebaut werden. Alle Werke, auch in Deutschland, müssten sich im europäischen Vergleich an ihrer Wettbewerbsfähigkeit messen lassen. Werksschließungen seien die teuerste Lösung, deshalb suche VW nach anderen Ansätzen, etwa nach Kooperationen mit Industriepartnern oder nach neuen Produkten für bestehende Standorte.
Für den Standort Osnabrück kündigte Blume an, dass dort ab 2027 keine Volkswagen Produkte mehr gefertigt werden. Der Konzern befinde sich dort in fortgeschrittenen Gesprächen mit der Rüstungsindustrie. Zudem bekräftigte Blume die Unterstützung für das Rüstungsprogramm der Bundesregierung, betonte aber, dass VW nicht in Waffen investieren wolle.
