Viel grüner Strom, wenig Speicher: Europas Nadelöhr
Tagsüber fällt in Deutschland und anderen europäischen Ländern oft mehr grüner Strom an, als gerade gebraucht wird. Weil es an ausreichend Batteriespeichern fehlt, wird diese Energie bisher nur begrenzt für später nutzbar gemacht. Nach Sonnenuntergang springen deshalb häufig weiterhin Gaskraftwerke ein.
Der Ausbau von Speichern gilt als wichtig für die Energiewende und für stabilere Strompreise. In Europa sind derzeit Großbatteriespeicher mit knapp 14 Gigawatt Kapazität am Netz, weitere 84 Gigawatt sind geplant oder im Bau. Zugleich sind die Preise für Lithium Ionen Batterien in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Die EU Kommission erwartet bis 2030 eine Halbierung der Batteriekosten gegenüber 2022.
Als Hemmnisse gelten langsame Genehmigungen, lange Planungszeiten und Verzögerungen beim Netzanschluss. Gleichzeitig werden Europas Stromnetze als zu alt beschrieben und müssen modernisiert werden. Die EU Kommission veranschlagt dafür bis 2030 Investitionen von rund 580 Milliarden Euro.
