Knappe Wahlniederlage für Neonazi Partei in Sachsen
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Knappe Wahlniederlage für Neonazi Partei in Sachsen

In Aue Bad Schlema ist der Kandidat der als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei Freie Sachsen bei der Oberbürgermeisterwahl nur knapp gescheitert. Stefan Hartung erhielt in der Stichwahl am 7. Juni 2026 rund 47 Prozent der Stimmen. Gewonnen hat Marcus Hoffmann von der CDU mit 53 Prozent.

Hartung stammt aus Bad Schlema und ist seit Jahren kommunalpolitisch aktiv. Früher war er in der NPD. Die Freien Sachsen gelten nach Einschätzung des sächsischen Verfassungsschutzes als eine als Partei organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten. Sie sind vor allem durch Hetze gegen Migranten aufgefallen und fordern Massenabschiebungen. Bei vergangenen Landtags und Kommunalwahlen blieb die Partei deutlich unter fünf Prozent.

Die Wahl löste in der Stadt Sorge aus. Beobachter sprechen von einer gespaltenen Stimmung und warnen vor rechtsextremen Strukturen in der Region. Zugleich gibt es in Aue Bad Schlema eine lebendige Zivilgesellschaft mit mehr als 300 Vereinen, die sich nach der Wahl stärker für Demokratie und Vielfalt vernetzen will.

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