Ukraine Krieg: Warum die Krim zum Hauptziel für Kyjiw wird
Die Ukraine greift die von Russland annektierte Krim verstärkt an, um die Halbinsel vom Festland zu isolieren. Ziel sind vor allem Nachschubwege, Schiffe der russischen Schattenflotte sowie Energieanlagen, die dem Militär dienen. Nach Angaben des ukrainischen Kommandeurs Robert Brovdi wurden seit Anfang Juli zahlreiche russische Schiffe und Energieanlagen getroffen, unabhängig überprüfbar sind diese Zahlen nicht.
Auf der Krim kommt es laut Bewohnern immer wieder zu Strom, Wasser, Mobilfunk und Internetausfällen. Auch Treibstoff ist knapp, der öffentliche Verkehr fährt unregelmäßig, und in vielen Läden fehlen gekühlte Waren. In einigen Gegenden wurden Benzingutscheine ausgegeben, die schnell vergriffen waren. Private Initiativen bringen Trinkwasser zu Betroffenen, Krankenhäusern und Kindergärten.
Ukrainische Militärvertreter betonen, dass die Angriffe die Versorgung der russischen Truppen im Süden der Ukraine erschweren sollen. Die Kertsch Brücke bleibt nach ukrainischer Darstellung bewusst verschont, damit sie als Fluchtkorridor erhalten bleibt. Experten erwarten, dass sich die Lage auf der Krim mit Beginn der Heizperiode weiter zuspitzen könnte.
