Ukraine Krieg: Warum die Krim zum strategischen Ziel wird
Die Ukraine verstärkt ihre Angriffe auf die von Russland annektierte Krim und will die Halbinsel nach Möglichkeit vom Festland isolieren. Ziel sind nach ukrainischen Angaben vor allem Transporte auf der Autobahn M 14, Schiffe der russischen Schattenflotte im Asowschen und im Schwarzen Meer sowie Energieanlagen mit militärischer Bedeutung. Auch die Versorgung des russischen Militärs und der Zivilbevölkerung gerät dadurch zunehmend unter Druck.
Auf der Krim kommt es seit Monaten immer wieder zu Ausfällen bei Strom, Wasser, Mobilfunk und Internet. In mehreren Orten fehlen Treibstoff und Lebensmittel, teils wurde der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Bewohner berichten von langen Stromausfällen, überteuerten Waren und Schwierigkeiten im Alltag. Kleine Freiwilligeninitiativen liefern Trinkwasser an Betroffene sowie an Krankenhäuser und Kindergärten.
Ukrainische Militärvertreter betonen, die Krim sei ein wichtiger Stützpunkt für russische Truppen im Süden der Ukraine. Die Kertsch Brücke soll nach ihren Angaben bewusst verschont bleiben, um sie als Fluchtkorridor zu erhalten. Ziel sei es, den russischen Nachschub zu unterbrechen und die Militärpräsenz auf der Halbinsel zu schwächen.
