Netzpaket und EEG bremsen den Ausbau: Klimaziele und hunderttausende Jobs bedroht
Die Erneuerbarenverbände warnen vor neuen Ausbauhemmnissen durch Netzpaket und EEG. Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands Windenergie, verwies auf mögliche Konflikte mit Europarecht, Eingriffe in die Landesplanung und eine mögliche Rückwirkung auf bereits genehmigte Projekte. Sollten die Regelungen unverändert kommen, rechnen die Verbände mit rechtlichen Schritten ihrer Mitgliedsunternehmen.
Kritik gibt es auch an der Ausgestaltung von Contracts for Difference und an fehlenden Absicherungen für Power Purchase Agreements. Nach Ansicht der Verbände müssen Projekte bankfähig bleiben und Markterlöse teilweise erhalten werden. BEE Präsidentin Ursula Heinen Esser sagte, die parlamentarischen Beratungen zu EEG und Netzpaket müssten genutzt werden, um die Entwürfe nachzubessern.
Die Verbände sehen zentrale Voraussetzungen für die Energiewende nicht ausreichend berücksichtigt. Dazu zählen Digitalisierung, Speicher, intelligente Steuerung und flexible Netze. Zugleich warnen sie vor Folgen für Klimaziele, Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze. Nach ihren Angaben stehen mehr als 436000 Jobs und Investitionen von über 30 Milliarden Euro auf dem Spiel.
